Sa., 14. Sept. | Holsteinische Str. 30

Buchvorstellung: 1968 - Worauf wir stolz sein dürfen

Gretchen Dutschke stellt in Berlin ihr Buch "1968 - Worauf wir stolz sein dürfen" vor.
Anmeldung abgeschlossen

Zeit & Ort

14. Sept. 2019, 19:00
Holsteinische Str. 30, Holsteinische Str. 30, 10717 Berlin, Deutschland

Über die Veranstaltung

 Studentenbewegung, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Lockerung der Sexualmoral – 1968 gilt als Symbol für Aufruhr und Rebellion. Die Zeit war nicht nur von einer internationalen Protestbewegung geprägt, die sich in Deutschland auch in der Auseinandersetzung der Jugend mit der Nazi-Vergangenheit der Elterngeneration äußerte. Auch der Ost-West-Konflikt, der im Mauerbau 1961 gipfelte und zu Stellvertreterkriegen wie etwa in Vietnam führte, mündete in heftigen Protesten. Darüber hinaus sollte mit Experimenten wie der Kommune 1 ein Gegenentwurf zur bürgerlichen Familie gefunden werden – Sexualität und Geschlechterrollen wurden plötzlich öffentlich diskutiert.

Gretchen Dutschke ist gebürtige Amerikanerin und kam zum Studieren nach Deutschland, wo sie 1964 ihren späteren Mann, Rudi Dutschke, kennenlernte. Zusammen mit ihm, einem der führenden Sprecher der Studentenbewegung, hat sie den Aufbruch der sogenannten 68er aktiv miterlebt. Nach dem Attentat, das Rudi Dutschke 1968 nur knapp überlebte, begann für das Paar eine jahrelange Odyssee durch halb Europa. Nach dem Tod ihres Mannes, der eine Spätfolge des Attentats war, kehrte sie 1985 zunächst in die USA zurück. Seit 2009 lebt sie in Berlin.

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